Concierge Blog

1/24 > >|
geschrieben von concierge um 22:19
Der Concierge und die Technik

Es ist ein ruhiger Nachmittag. Die Herren auf Tisch 1 warten darauf, dass der Schneefall nachlässt. Die ersten Flocken fielen noch langsam, aber nach und nach nahm das treiben zu. An einem anderen Tisch nippt eine Mutter am noch heißen Cappuccino. Sie und ihre Kinder sind mit dem Schlitten gekommen. Die Kleinen genießen eine heiße Schokolade um sich aufzuwärmen. Die hungrigen unter ihnen essen gierig einen Bauerntoast mit Schinken und Käse.

Der Schneefall nimmt weiter zu.

Für den Concierge bedeutet das: Schneeschöpfen. Nicht der angenehmste Zeitvertreib, aber damit niemand ausrutscht, ein wichtiger.

Gerade ist leider niemand da an den er die Aufgabe delegieren könnte. Der arme Rücken…

Ganz in Gedanken an die anstehende Herkulesaufgabe, erinnert sich der Concierge an ein Gespräch aus dem fast schon vergessenen Sommer vor einigen Monaten. Bei einem Glas Bier an der Theke hatte der Concierge mit einem Freund und Kunden über Gott und die Welt gesprochen. Auch wenn es mitten im heißen Sommer war, kamen die beiden über den Winter zu reden, vielleicht weil der Gedanke an die Kälte die beiden abkühlte. Der Concierge meinte sich an folgende Worte zu erinnern, auch wenn die Gedanken trübe von der Hitze (und vielleicht vom Bier…) waren: „Schneeschippen ist einfach, wenn man die richtige Technik hat – für mich wäre sogar dein Parkplatz kein Problem!“

Große Worte, ob er sich wohl noch daran erinnern würde? Der Concierge machte sich eigentlich keine Hoffnungen, aber einen Anruf später…

Auf der Hauptstraße scheint ein Licht durch den Schneesturm. Die Straße die bei diesem Wetter sonst so leer ist, wird von jemand befahren. Kurze Zeit später trifft auf dem Parkplatz ein Traktor ein.

Wie dem Concierge Freund und Kunde Sebastian Stocker erklärt, handelt es hier um einen Fendt Vario V211 – ein brandneues Modell – mit Schneeketten von der Firma König. Der Schneepflug selber ist ein Unikat, hergestellt von Aldo Annovi aus Modena, ein persönlicher Freund von Sebastian.
Sebastian selbst ist Inhaber eines jungen Terlaner Unternehmens, das sich mit der Entwicklung und Produktion von innovativen Landwirtschaftsmaschinen beschäftigt.

Mit der Technik von Fendt und dem Schneepflug ist der Parkplatz in Nullkommanichts sauber. Der Schneehaufen wird „Berg Sparerhof“ getauft. Wenn es noch so weiter schneien sollte, kann man darauf Skifahren.

Ok, Sebastian, und zum Dank? Alles war Sebastian verlangt ist eine Gerstensuppe und einen noch heißen Laib ofenfrischen Brots, um sich aufzuwärmen.

Nach dem Essen kann Sebastian nicht länger bleiben, er muss bei diesem Wetter noch raus. In Bozen wird er und sein Schneepflug benötigt. Er hat im letzten Sommer wohl noch jemandem versprochen seinen Parkplatz zu räumen…

Für das Wochenende wird weiter Neuschnee vorhergesagt. Sebastian wird auch dann bestimmt noch sein Wort halten. In der Zwischenzeit können wir uns schon überlegen, was wir zum Dank, zu essen kochen.

Stay tuned!!!

geschrieben von concierge um 17:37
Montiggler Seen
geschrieben von concierge um 20:34
Herbst am Waalweg Tel - Oberlana
geschrieben von concierge um 15:46
Lagrein Granat 2020
geschrieben von concierge um 19:02
Der Mendelpass
geschrieben von concierge um 15:33
Seehotel Ambach

Das Seehotel Ambach wurde Schauplatz einer Geschichte die dem Concierge vor kurzem zu Ohren kam. In einem heißen Sommermonat war eine Gruppe von Sommeliers aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zu Gast in einem der damals noch vier Weinkellereien in Kaltern. Die Direktorin für Vertrieb und Marketing von ebenjener Kellerei, war als Betreuerin der Zehner Gruppe von Männern und Frauen als Reiseführerin und Ansprechpartner zuständig.

Sie empfing die Gruppe am Flughafen mit Broschüren der Kellerei und Informationen über die Umgebung. Nachdem sie die Gruppe zum einchecken in das Hotel begleitet hatte, führte sie ihre Gäste durch die Kellerei, mit einer anschließenden Weinverkostung und einem Aperitif in einer Kalterer Bar. Es folgte ein Gourmet-Dinner, zubereitet von einem der bedeutendsten Köche Südtirols, mit vielen Kalterer Köstlichkeiten, natürlich begleitet mit hauseigenen Weinen, präsentiert vom Kellermeister selbst.

Nach dem Abendessen schlenderte die Gruppe im Mondschein in eine trendige Bar und genossen einen Digestif von Südtirols besten Brennereien. Man möchte meinen es wurde an diesem Abend nur verkostet, schließlich handelt es sich bei dieser Gruppe um Profis, echte Kenner, die nur ungern ihre Sinne trüben möchten...

Am Ende des Abends wurden in der Bar langsam die Lichter gedimmt und das Personal wartete nur darauf mit dem Putzen beginnen zu können um in den Feierabend entlassen zu werden. Nur die Gruppe musste noch überzeugt werden, dass es Zeit war zu gehen… Die Direktorin, nüchtern und immer zu 100% professionell, wies der Gruppe den Weg zum Hotel, die ihr schwankend folgte. Der Weg führte durch die Weinberge und einmal am Hotel angekommen, hatte die Gruppe wohl keine Lust aufs Bett, sondern eher auf ein Bad im See.

Die Gruppenleiterin, stets professionell, organisierte Handtücher und verlässt diskret den Ort des Geschehens. Einige der Gruppenteilnehmer waren zu diesem Zeitpunkt, um nicht nackt zu sagen, nur sehr spärlich bekleidet, und da der Bus in einigen Stunden die Gruppe zum Flughafen bringen würde, ging die Leiterin um selbst ein wenig schlafen zu können.

9:00 Uhr Morgens. Der Bus war abfahrbereit. Der Fahrer und die Direktorin warteten im Fahrzeug. Nur die Gruppe fehlte.

Einige Anrufe später war der fast Bus voll mit verkaterten Sommeliers. Nur eine Dame fehlte noch.

Gefunden wurde die Vermisste am See. Nicht etwa als sie die Enten fütterte; völlig aufgelöst saß sie am Wasserrand. Die Direktorin bat sie in das Fahrzeug zu steigen. Weinend lehnte die Sommelière ab. Am vorherigen Abend hatte sie wohl beim erfrischenden Bad im See ihr Mobiltelefon mit allen Kontakten verloren. Die Dame war eine der bekanntesten Sommelière in Russland und alles was auf ihrem Smartphone gespeichert war, war nicht gesichert. Keine Kopien also der Nummern von Russischen Beamten, Ministern und angeblich sogar Staatschefs. Noch dazu sollte sie am nächsten Abend die Weine für ein Staatsessen organisieren.

Die Sommelière bestand darauf die Feuerwehr und ein Taucherteam anzufordern um das Handy zu suchen. Erst nach einer halben Stunde ließ sie sich überzeugen in den Bus zu steigen, denn das Mobiltelefon war wohl hoffnungslos verloren.

Gerade als der Bus vom Hof fahren wollte, sprang aus dem nichts eine Hotelangestellte hervor, in ihrer Hand das fehlende Mobiltelefon. Gefunden wurde es nicht etwa im See, sondern im Badezimmer der Gästin, zwischen Toilette und Badewanne!

Bei der Ankunft am Flughafen, als die Gäste endgültig aus der Verantwortung der Gruppenleiterin verschwanden, stand ihr die Erleichterung wohl sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Der Concierge hatte diese Geschichte von ebenjener Direktorin gehört, die für die Gruppe zuständig war und ließ es sich nicht nehmen das Seehotel selbst einmal zu besuchen. Beim Mittagessen im Hotel erinnert sich der Concierge mit einem Lächeln an die Geschichte, denn im Laufe seiner Jahre als Concierge, war auch er öfters der Gruppenleiter am Flughafen gewesen, der erst aufatmen konnte wenn der Flieger endlich in der Luft war.

Stay tuned!!!

geschrieben von concierge um 15:24
Socken Beratung: Löcher in Socken?

Wir betreiben zwar „nur“ ein kleines Drei-Sterne-Hotel mit ein paar Zimmern und jeweils einigen Plätzen für Frühstück, Mittag und Abendessen; aber wir wissen, dass das die Persönliche Beziehung zu unseren Gästen umso wichtiger macht. Und da können wir uns keine Löcher in unserer Kleidung für einen schlechten Eindruck leisten – auch nicht, wenn sie nur in den Socken sein sollten.

Oma kann zwar gute Socken stricken, Sie wissen schon, die dicken Wollsocken, die so gut warmhalten, die für kalte Tage zuhause, oder für die Skipiste oder Rodelbahn. Für die Arbeit hinter der Rezeption sind sie aber leider ein bisschen ungeeignet.

Also Socken kaufen. Auf in die Meraner Lauben. An einem bewölkt-düsterem Tag wie heute, fällt es dem Concierge nicht leicht sich einen Weg durch die Menschenmengen zu bahnen, doch das richtige Geschäft ist schnell gefunden. 10 Paar Socken im obligatorischen Schwarz sind schnell gekauft und der Heimreise steht nichts mehr im Weg.

Doch die Glocken der Domkirche St. Nikolaus am Ende der Lauben bringen uns auf andere Gedanken. Eigentlich ist es doch Essenszeit…?

Die Wahl des Gasthauses fällt auf das Wirtshaus zur Blauen Traube. Ein historisches Gasthaus, ein Denkmal des kulturellen und gastronomischen Erbes der Stadt.

Wir haben uns für das Gasthaus entschieden, weil unser Metzger, Metzger Mair, auch die Blaue Traube mit seinem Südtiroler Fleisch beliefert oder belieferte.

Unser Mittagessen besteht aus zwei Gnocchi Variationen, einmal mit Hokkaido-Kürbis und Käse und einmal Gnocchi mit Käse-Fondue, Rahmspinat und Speck.

Gefolgt von Zander in Brokkolischaum, Lauch, Kapern, Sultaninen und Trauben; und rosa gebratene Rehschulter mit Rotkohl und Apfel, Kartoffeln und Wacholdersauce.

Zum Dessert gibt es eine Neuinterpretation der „Tarte Tatin“ aus Südtiroler Äpfeln, die in Paris auch als Tarte du chef oder Tarte des demoiselles Tatin, bekannt ist. Ein eigentlich typisch französischer Kuchen, der aber auch so in Südtirol zu Hause sein könnte.

Der junge aber erfahrenen Chefkoch Christoph Huber besuchte Schulen der hohen Kochkunst und lernte bei vielen bekannten Meistern am Herd. Im Speisesaal hat die junge Franziska Mittelsteiner, genannt Franzi, das Sagen: sie ist zuständig für Glas und Wein in der Blauen Traube.

Begleitet wurde das Essen von einem Weißburgunder Muschelkalk vom Winzer Abraham, der Blauburgunder Gottardi und zu guter Letzt, der Gewürztraminer Terminum.

Hoffen wir, dass die gekauften Socken bald löchrig werden, damit wir wieder die Gelegenheit haben, neue zu kaufen...

Staz tuned!!

geschrieben von concierge um 15:53
Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist...

Auch wenn Südtirol sehr bekannt für seinen Wein ist, darf doch das Südtiroler Bier nicht unterschätzt werden.

Gestern war der Concierge im Speisesaal zuwege und die häufigste Begleitung zu Tiroler Spezialitäten ist immer noch das Bier. Am Ende des Abends war der Bierstand so auf einem ziemlich niedrigen Pegel. Zu niedrig, um seine Gäste noch einen weiteren Abend verköstigen zu können, wenn das Belieben nicht nach einem guten Tropfen Wein aus dem Keller, sondern nach einem kühlen Bier aus der Zapfsäule, stehen sollte.

Also hat sich der Concierge schon früh morgens bei seinem Lieferanten des Vertrauens gemeldet, aber: „Leider können wir nicht vor Mittwochmorgen liefern!“.

Es braucht einen Plan B. Der Concierge wäre natürlich nicht der Concierge wenn er so schnell aufgeben würde und vor allem wenn er nicht wüsste wo man an einem normalen Wochentag größere Mengen Bier herbekommen wurde. Den Wunsch nach Bier konnte er wohl keinem Gast verwehren? Der Weg führt den Concierge und seinen Lieferwagen nach Meran und siehe da, es lassen sich mit Leichtigkeit zwei Fässer auftreiben.

Und nun, nach erledigter Arbeit, wo die Mittagsstunde schon da ist und der Magen knurrt? Wohin also für einen Trucker-Lunch, wird das Internet befragt und das Navigationsgerät bringt den Concierge in Richtung Dorf Tirol an eine alte Seilbahn. Er soll wohl nicht etwa hiermit weiterfahren?!

Tatsächlich bringt das Auto ihn an sein Ziel und nicht die rostige Gondel. Am Ende der Straße befindet sich ein Restaurant mit einer eindrucksvollen Aussicht über das ganze Tal.

Das Mittagessen besteht aus

Tartar vom einheimischen Rind, Wachtelei, Senfeis
gefolgt von mit Saibling aus dem Passeiertal gefüllte Ravioli mit Mandelsplittern, als zweiten Gang einen Zwiebelrostbraten, vom Restaurant Farmerkreuz neu interpretiert, und als Nachspeise einen Limetten Joghurt mit marinierter Ananas und ein Sorbet aus Südtiroler Pink-Lady Äpfeln.

So viel zum Trucker-Lunch....

Komplimente an die Kollegen vom Farmerkreuz, auch wenn sie nicht ganz in der Liga des Concierges spielen (sondern doch vielleicht zwei Ligen höher...)

Stay tuned!!!!

geschrieben von concierge um 14:41
Birnen? Sind die denn reif?

Um sich einen Moment vom Trubel des geschäftigen Treibens im Hotel zu erholen, macht der Concierge einen Spaziergang im Hinterhof. Während die Augen des Concierges durch die Gegend schweifen, bemerkt er wie grün doch alles um ihn herum ist. Die Jahreszeit ist geprägt vom satten Grün der Bäume in der Hügel und Berglandschaft. Während seinem Spaziergang entdeckt er eine neue Idee für einen Ausflug, das Grün der Saison ist zu verführerisch.

Der Concierge gerät ins Schwärmen für seine Umgebung. Jeden Tag kann man in Südtirol ein neues Ausflugsziel entdecken. Auf der Linken Seite vor ihm sieht er die Bergstation der Möltner-Seilbahn auf 1.026 Metern Seehöhe, etwas weiter rechts die Hängebrücke die Terlan geografisch mit Mölten verbindet.
Auf der rechten Seite des Hotels befindet sich Nals, und weiter südlich liegt die Gemeinde Andrian und darüber die Hügel von Eppan.

Wie wäre es mit einem schnellen Ausflug, ob wohl jemand merkt, dass der Concierge eine Weile ausbleibt? Etwas in der Nähe muss ausreichen, 4km Luftlinie dürfte ok sein...

Aus den 4km Luftlinie wurden laut Navigationssystem schnell mal 19km... Ups. Naja, sein Fehlen wird hoffentlich trotzdem so schnell nicht auffallen.

Es lohnt sich. Belohnt mit einem atemberaubenden Panorama und einem neuen Ausblick darauf, wie klein das doch Hotel von hoch oben aussieht, entschließt sich der Concierge noch zum Mittagessen zu bleiben. Ein Knödeltris auf Krautsalat und einen frischen Weißburgunder vom Winzer Harmann Doná.

Auf dem Weg zurück zum Auto rastet der Concierge noch kurz unter dem Schatten eines alten Birnbaums. Ob die wohl reif sind? Im Schatten des Birnbaums scheinen die Anstrengungen des Tages wie vergessen.

Wie lange der Concierge wohl ausblieb?

Stay tuned!!!!!

geschrieben von concierge um 15:25
Weinrunde im Weinhof Gump

Seit über 200 Jahren ist die Familie Prackwieser Eigentümer des bereits 1546 urkundlich erwähnten Weinhofes Gump. Markus entdeckt Mitte der Neunziger seine Liebe zum Wein und übernimmt von seinem Vater Johann dieses historische Familiengut. Der Austausch mit befreundeten Winzer-Kollegen, sowie Fach-Exkursionen in die Vorbild-Regionen prägen die durchaus experimentierfreudige Arbeit am Gump Hof. Das über Generationen erworbene Wissen, eigene Erfahrung, Zeit, Geduld und das unablässige Feilen am eigenständigen Geschmacksprofi­l spiegeln in den Weinen sowohl den Charakter der Landschaft als auch den des Winzers wider.
Die südwestlich ausgerichteten 60 - 70 % steilen Rebanlagen des Gump Hofes liegen auf festem Bozner Quarzporphyr und bieten die besten Voraussetzungen für die von Markus angebauten Sorten. Die Besonderheit dieser auf 400 - 800 Metern Höhe gelegenen Weinberge sind die kalkhaltigen Moränenböden, wie die sich abwechselnden Winde. Tagsüber klimatisch mediterran bläst die Ora vom Gardasee und nachts kühlen die Fallwinde von den Dolomiten die Reben, was besonders vielschichtige Weine mit knackiger Frische ergibt. Kein Wunder, dass der Weinbau hier an den steilen Hängen des südlichen Eisacktales am Fuße des Schlern-Massives eine bemerkenswerte Renaissance erlebt.

1/24 > >|
DE EN IT
background image